Naturbad Altenautal
Das Freibad in Lichtenau-Atteln wurde in ein Naturbad umgebaut. Die Stadt Lichtenau als Eigentümerin des Bades konnte das Freibad aus Kostengründen nicht weiter betreiben. Um das Bad zu erhalten, haben die Bürger den Verein Naturbad Altenautal e.V. gegründet und das Bad von der Stadt übernommen. Das Bad soll zukünftig eine Attraktion für das gesamte Gemeindegebiet bis hin nach Paderborn werden. Durch die Umgestaltung soll das Altenautal auch einen zusätzlichen touristischen Anziehungspunkt erhalten.

Auftraggeber: Naturbad Altenautal e.V.
Ort: Atteln
Zeitraum: 2004 - 2005

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Hintergrund
Das Waldschwimmbad Altenautal war in seinem alten Bestand stark sanierungsbedürftig und verursachte ienen hohen Zuschussbedarf durch die Gemeinde Atteln. Im Jahr 2004 übernahm der eigens dafür gegründete Verein "Naturbad Altenautal e.V." von der Stadt Lichtenau das Gelände und baute das konventionell betriebene Freibad zu einem in der Region einzigartigem Naturbad um. Das an dem viel befahrenen Altenauradweg liegende Bad bietet ein chlorfreies Schwimmvergnügen.
Das Naturbad Altenautal wurde zu einem erheblichen Teil durch ehrenamtliche Helfer in der Zeit von Oktober 2004 bis Juli 2005 erbaut. Über 10.000 Stunden sind freiwillig und ohne jede Bezahlung für dieses Projekt geleistet worden.
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Westlich vom Nichtschwimmerbecken befindet sich ein Kleinkindbecken. Dieses wird über einen eigenen Reinigungskreislauf versorgt.
Der östliche Rand des Geländes wird durch den mit Schilf bepflanzten Bodenfilter begrenzt. Auf dem zur Altenau hin abfallenden Hang sind Liegeterrassen, ein Abenteuerspielplatz und eine Erdspalte als Matschspielplatz vorgesehen.
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Gestaltungskonzept
Das vorhandene alte Schwimmbecken war komplett abgängig und musste aufgrund des stark drückendes Grundwassers wieder in Betonbauweise neu erstellt werden. Das Hauptbecken besteht aus einem 25-m Becken mit einer umlaufenden Stegkonstruktion. Dem Schwimmbereich angegliedert ist als besondere Attraktion ein Sprungbereich mit einer Natursteinsprunganlage mit 1 und 2-Meterplattformen. Dieser Sprungfelsen wurde vom Heimatverein Henglarn aus der Nachbargemeinde komplett in Eigenleistung erstellt.
Der Nichtschwimmerbereich ist ein wenig tiefer angeordnet, so dass das Wasser über eine Stufe in das Nichtschwimmerbecken fällt. In Verlängerung des Holzsteges ist hier ein Wasserweg eingeplant, über den man zur Südseite des Bades gelangt.
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Wasseraufbereitung
Direkt an Schwimmer- und Sprungbecken fällt das Wasser über eine Überlaufkante in den bepflanzten Nassfilterbereich. Parallel zum Steg erstreckt sich der Neptunfilter der ebenfalls zu einem Großteil in ehrenamtlicher Leistung durch technisch versierte Vereinsmitglieder erstellt worden ist. Die Verregnung über Edelstahlsprenkler erzeugt ein angenehm säuselndes Geräusch.
Die Auslegung des Bades wurde mit Hilfe einer numerischen Strömungssimulation durchgeführt. Damit können die Einströmdüsen und die Überlaufrinnen so positioniert werden, dass keine Totwasserzonen entstehen.
Außerdem wurde eine Simulation der Volumenströme, Konzentrationen und Temperaturen über eine gesamte Badesaison durchgeführt, um die Auslegung auch im Hinblick auf die limnologischen Prozesse zu optimieren.
Computersimulation
Die Auslegung des Bades wurde mit Hilfe einer numerischen Strömungssimulation durchgeführt. Damit können die Einströmdüsen und die Überlaufrinnen so positioniert werden, daß keine Totwasserzonen entstehen.
Außerdem wurde eine Simulation der Volumenströme, Konzentrationen und Temperaturen über eine gesamten Badesaison durchgeführt, um die Auslegung zu optimieren.
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Kennzahlen des Bades
Wasserfläche: 900 qm
Wasservolumen: 1.500 cbm
Nennbesucherzahl: 1.100 Personen/Tag
Spitzenbesucherzahl: 2.000 Personen/Tag
Max. Reinigungsleistung: 9.000 cbm/Tag
Wassertiefen:
Nichtschwimmerbecken: 1,30 m
Schwimmerbecken: 2,00 m
Sprungbecken: 3,70 m
Absprunghöhe Sprungfelsen: 1,00 und 2,00 m Plattform
www.naturbad-altenautal.de
   
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