Planung einer externen Phosphat-Eliminationsanlage vom Typ Neptun; Jahresbeschickung ca. 600.000 m³ epilimnisches Seewasser.
Auftraggeber: Stadt Penkun, Land Mecklenburg-Vorpommern Ort: Penkun, Mecklenburg-Vorpommern Zeitraum: 2000 - 2001
Funktion
Es handelt sich hierbei um eine zweistufige Phosphateliminationsanlage vom Typ Neptun. Diese Anlage hat einen Flächenbedarf von 2 x 2500m² und reinigt auf dieser Fläche pro Jahr ca. 600.000 m³ epilimnisches Wasser.
Die Anlage wird über die Trübung des Rohwassers sowie über die Temperaturen kolmationssicher gesteuert. Die Phosphateliminationsrate beträgt 60 - 70 %, bezogen auf die Zulaufkonzentrationen zwischen 300 und 60 µg/l.
Hintergrund
Die Penkuner Schloss-Seen sind aufgrund ihrer geschichtlichen Entwicklung, bzw. Nutzung stark eutroph (nährstoffreich).
Mit dem Ziel, die Qualität der Gewässersituation nachhaltig zu verbessern, wurde 1992 ein Sanierungskonzept erstellt und bis 1995 modifiziert. Seit 1995 wurde mit der externen Sanierung begonnen, d. h. Einträge wurden auf ein Minimum reduziert. Hierzu zählt im wesentlichen:
Bau eines Klärwerkes mit nachfolgenden Erschliessungsarbeiten
Änderung der Nutzungen in sensiblen Bereichen
Reduzierung der direkten und indirekten Nährstoffeinträge
Beginn der Uferrandentwicklung zum Nährstoffrückhalt
Um das angestrebte Sanierungsziel, also einen mit "Wasserpflanzen- geprägten Klarwassersee" zu erreichen, wurde eine Entphosphatisierungsanlage vom Typ Neptun eingesetzt. Diese Anlage filtert das Seevolumen von ca. 500.000 m³ ca. 1 x pro Jahr durch, entzieht dem Wasser Nährstoffe, Algen und Keime und stabilisiert den Sauerstoffhaushalt.