 |
 |
 |
 |
| Planung/Inbetriebnahme von 3 Tiefenwasserbelüftern (TIBEAN) |
 |
 |
|
|
 |
|
|
 |
 |
|
Technische Daten
Die eingesetzten TWBA vom Typ Polyp bereiten stündlich je 4000 m³ auf. Das sauerstoffreiche Wasser strömt horizontal und balsenfrei im oberen Bereich des Hypolimnions aus.
Die Anlagen besitzen saugseitig Teleskoprohre, die während des Flutungsvorganges kontinuierlich abgesenkt werden können, um das grundnahe Tiefenwasser abzuziehen.
Es werden pro Anlage ca. 950 kg O2/Tag eingetragen. Die Belüftung erfolgt über ein Multipath-Ejector-System der Firma Körting, welches mit KSB-Pumpen betrieben wird.
Die Anlagen können 2-stufig betrieben werden, indem je eins der beiden Mammutpumpen abgeschaltet wird. Hierdurch wird gleichzeitig eine erhöhte Redundanz und damit Betriebssicherheit erreicht.
Als Materialien wurden ausschließlich PE, V4A und Bronze verwendet, da mit pH-Werten von 5 gerechnet werden musste. |
 |
|
Hintergrund
Das Tagebau-Restloch Großkayna wurde bis 2002 mit Wasser aus der Saale geflutet und es entstand der Runstedter See von ca. 35 m Tiefe mit einer Oberfläche von ca. 241 ha. Die Flutung erfolgte mit 2,2 m³/s Saalewasser, welches über Sandfilteranlagen gereinigt wurde. Aufgrund der anzunehmenden starken Zehrung durch den biologischen Sauerstoffbedarf sowie durch die hohe erwartete Schadstoffausblutung (CSB) aus der aquatischen Deponie auf dem Gewässergrund, wurden 3 Tiefenwasserbelüftungsanlagen (TWBA) vom Typ POLYP eingesetzt.
Es ist damit zu rechnen, das aus dem Deponieboden des Rundstedter Sees hauptsächlich Ammonium (NH4N), darüber hinaus Sulfide, Cyanide, AOX, Phenole und Aromaten mit dem Grundwasserstrom eingetragen werden. |
 |
|
Erwartete Sauerstoffzehrung
Als Zehrung wurde für diesen See eine Rate von 2,8 t O2/d entsprechend 70 mg O2/m³ angsetzt, um das Sanierungsziel "Landschaftssee" zu erreichen. |
 |
|
|
|
|
 |
 |